Coachingprofil

Es gibt kaum ein schöneres Erlebnis, als ein Team zu beobachten, das sich mit einer spürbaren Leichtigkeit synchron bewegt, wie in einer professionellen Ballettaufführung oder bei einer gut trainierten Fußballmannschaft. Doch wie entsteht echte Teamarbeit? Was sind die zugrundeliegenden Faktoren, die aus einem Nebeneinander ein Miteinander machen? Ein ganz wesentlicher Baustein ist die Führungskraft – und wie sie es schafft Vertrauen, Motivation und ein gemeinsames Ziel konsequent herzustellen. Und wie gelingt einer Führungskraft diese Aufführung? Mit Coaching.

Ich selbst musste früh herausfinden, welche Bedeutung eine Führungskraft fürs große Ganze hat. Als Trainee an der staatlichen Elitetanzschule in Berlin verbrachte ich meine ersten Jahre damit, Gruppen zu beobachten und Strukturen zu analysieren. In dieser Zeit lernte ich, dass Teamleistung weder die Summe individueller Leistungen noch die Ansammlung von einzelnen Top-Spielern ist. Und ich konnte aus erster Hand miterleben, welchen Schaden ineffektive Führung anrichten kann. Aber auch welche beeindruckende Energie entsteht, wenn Führungskräfte lernen zu führen, statt zu bestimmen.

Eine unglücklichen Knieverletzung verlegte meinen Fokus vom Tanz zum Studium einer größeren Gruppe: der Gesellschaft. Mein Interesse galt weiterhin dem Geheimnisse der Gruppen- und Teamdynamik auf die Spur zu kommen. Dies tat ich zunächst durch das Studium der Soziologie, Philosophie und Politik, immer mit den Schwerpunkten Führung, soziale Systeme und Organisationen. Diese theoretische Grundlage, gepaart mit meinen früheren Beobachtungen, half mir zu verstehen, was Führung durch Kollaboration erreichen kann. Für mich blieb aber die Frage: Wie kann ich dieses Wissen nutzen, um Führungskräfte zu unterstützen sich und ihre Organisationen weiterzuentwickeln? Der einzige Weg für mich dies herauszufinden, bestand darin, die Theorie Theorie sein zu lassen und praktische Erfahrungen zu sammeln.

Also raus aus der Wissenschaft und rein ins Berufsleben.
Schon bald übernahm ich mehr Verantwortung und begann eigene Teams zu leiten und die "andere Seite" praktisch zu ergründen.
Während ich die Tochtergesellschaft einer Agentur leitete, zeichnete sich in der Firma ein wachsendes Spannungsproblem zwischen Management und Mitarbeitenden ab. Die knallharte
Top-Down-Kultur trieb die Fluktuationsraten auf Höchststände,
was zuletzt auch zu Problemen in Projekten und damit zu Problemen mit Auftraggebern führte.

Es war allen klar, wir müssen uns verändern. Und angesichts meines ausgeprägten Verständnisses für kooperative Führung trat das Senior Management an mich heran, um den Turnaround zu leiten. Ich wurde damit beauftragt, den Übergang von einer Kultur des "Command and Conquer"-Führungsstils zu einem soziokratischen Netzwerk von Mitwirkenden zu vollziehen. Mit all dem, was ich durch Beobachtung, Studium und während meiner gesamten Karriere gelernt hatte, machten wir uns an die Arbeit und in nur 6 Monaten erreichten wir unser Ziel. Aber für mich war ein Turnaround nicht genug. Ich wollte die "Erfolgsformel" verstehen, die dieses Ergebnis garantiert und nicht zufällig erzielt. Das war der Zeitpunkt, als ich Marshall Goldsmith entdeckte.

Nach weiteren Karrierestationen in der IT, in der ich Teams und Projekte für Unternehmen wie Coca-Cola, H&M und Condé Nast leitete, durchlief ich das Marshall Goldsmith Stakeholder Centered Coaching® Programm. Dort lernte ich den systematischen Ansatz kennen, der die Stakeholder während des gesamten Prozesses in die Entwicklung der Führungskraft einbezieht und messbare Entwicklung bewirkt. Ganz genau: messbar.

Meine aktuellen Coaching-Projekte sind vermehrt in der IT- und Autoindustrie in Deutschland, wo ich CxOs und andere Führungskräfte der B-Ebene unterstütze. Mein Hauptaugenmerk beim Coaching von Führungskräften liegt auf kulturellen Turnarounds, Change-Management-Projekten, Kommunikation und funktionsübergreifender Zusammenarbeit.